Dein Himmeljahr 2025: Diese fünf Lichter solltest du dir im Kalender anstreichen
Man muss kein Teleskop-Nerd sein, um 2025 ordentlich was am Himmel zu erleben. Die schönsten Momente des Jahres funktionieren mit bloßem Auge, etwas Vorfreude und dem Wissen, wann man nach oben schauen muss. Hier ist unser Kalender fürs Himmeljahr – zum Spicken, Planen und Weitersagen.
1. ISS-Überflüge: Die Raumfahrt ganz nah
Eigentlich läuft diese Show jede Nacht, aber 2025 gibt es besonders günstige Fenster, in denen die Internationale Raumstation in den Abendstunden hoch über deutschen Städten zieht. Rund 400 Kilometer über dir rast dort eine bemannte Forschungsstation mit rund 28.000 km/h vorbei – und das siehst du als gleißend helles Licht, das in wenigen Minuten von Horizont zu Horizont wandert.
So klappt's: Lade dir die App „ISS Detector" oder „Heavens Above" herunter. Die sagen dir exakt, wann und in welche Richtung die Station bei dir vorbeizieht. Ein Überflug dauert drei bis sechs Minuten, und nein, du brauchst dafür kein Equipment – nur freie Sicht und pünktlich rausgehen. Besonders eindrucksvoll sind Überflüge, bei denen die ISS kurz vor dem Verschwinden in den Erdschatten „abschaltet", als würde jemand das Licht ausmachen.
2. Quadrantiden im Januar: Das unterschätzte Feuerwerk
Wer im Januar rausgeht, wird mit einem der ergiebigsten Meteorströme des Jahres belohnt. Die Quadrantiden liefern in ihrer Spitze bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde – allerdings nur über wenige Stunden hinweg. Das Maximum liegt Anfang Januar, und der Radiant liegt im Bärenfahrer, hoch im Norden.
So klappt's: Warm anziehen, Thermoskanne einpacken, Liegestuhl oder Isomatte mitnehmen und nach Nordosten schauen. Die beste Zeit ist die zweite Nachthälfte, wenn der Radiant hoch steht. Wichtig: raus aus der Stadt, denn jeder Straßenlaternen-Glow frisst die schwachen Schweife.
3. Eta-Aquariiden im Mai: Kometenstaub von Halley
Anfang Mai kreuzt die Erde den Staubschweif des berühmten Halleyschen Kometen – und das Material verglüht spektakulär in unserer Atmosphäre. Die Eta-Aquariiden sind im Süden spektakulär, liefern aber auch von Deutschland aus ordentliche Raten von 20 bis 30 Meteoren pro Stunde.
So klappt's: Die besten Chancen hast du in den Morgenstunden vor Sonnenaufgang, wenn der Radiant im Osten steht. Der Mond ist Anfang Mai meist noch niedrig oder untergegangen – perfekte Bedingungen für die ersten lauen Nächte auf dem Balkon.
4. Perseiden im August: Das Sommerhighlight schlechthin
Kein Sternschnuppenstrom ist bei uns beliebter. Mitte August, wenn die Nächte warm sind und die Gärten zum Verweilen einladen, ziehen die Perseiden ihre Spuren über Deutschland. Mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde im Maximum ist das DAS Ereignis für Einsteiger und Familien.
So klappt's: Decke im Garten oder auf dem Balkon, Blick nach Nordosten zum Radiant in der Perseus-Region. Ab Mitternacht wird es richtig ergiebig. Und vergiss nicht: Jedes Mitglied der Familie zählt seine eigenen Meteore – wer die meisten entdeckt, gewinnt die Wette um die letzte Erdbeere.
5. Geminiden im Dezember: Das Finale des Jahres
Wenn das Jahr sich neigt, kommen noch mal die zuverlässigsten Schnuppen des Jahres. Die Geminiden Mitte Dezember sind berühmt für ihre langsamen, hellen und oft farbigen Schweife – orange, gelb, manchmal grünlich. Mit bis zu 120 Meteoren pro Stunde im Maximum gehören sie zu den stärksten Strömen überhaupt.
So klappt's: Ja, es ist kalt. Ja, es lohnt sich. Der Radiant steht in den Zwillingen und ist schon am frühen Abend hoch genug, damit du nicht bis Mitternacht durchhalten musst. Wärmflasche, dicke Socken, heiße Schokolade – und der Blick nach Osten wird belohnt.
Was du wirklich brauchst
Die gute Nachricht: Für alle fünf Ereignisse reicht das, was du ohnehin besitzt. Bloßes Auge, eine Unterlage oder ein Liegestuhl, warme Kleidung und eine kostenlose App für die Zeitplanung. Wer mag, nimmt ein Fernglas mit, um Nebel und Sternhaufen zwischendurch anzuschauen – aber nötig ist das nicht.
Unser Tipp zum Schluss: Trag dir die Termine jetzt schon in den Kalender ein, am besten mit einer Erinnerung zwei Tage vorher. Denn der Himmel wartet nicht, und die schönsten Momente verpasst man meist nicht wegen Wolken – sondern weil man schlicht nicht dran gedacht hat. Viel Spaß beim Staunen!